Meine Haltung zum Kind

Der Artegrecht Ansatz ist ein pädiatrischer Ansatz und geht davon aus, dass mentale Gesundheit in der frühen Kindheit die Grundlage für ein ganzes Leben ist. Die ersten 1000 Tage zählen im Leben jedes Menschen – hier werden das Immunsystem, Schlaf, Sauberkeit, das Stresssystem und viele innere „Arbeitsmodelle“ geprägt, welche uns ein Leben lang begleiten. Kinder wollen kooperieren. Immer. Kinder sind kompetent, gleichzeitig unerfahren. (Jesper Juul) Der Top 1 Erfolgsfaktor von Kleinkindern ist Feinfühligkeit. Die Forschungsergebnisse zu den Themen Bindung, Emotionsregulation, Frustration, Belohnungsaufschub und Aggression kommen stets zu diesem Ergebnis. „Konsequenzen“, „Strenge“, „Härte“, „Bestrafung“, „Autorität“ und „Macht“ gehören definitiv NICHT dazu. Eine Erziehung mit Druck, Strafen und Kontrolle ist das, was viele Menschen selbst in ihrer Kindheit erlebt haben. Diese Art der Erziehung erzeugt nachweislich Menschen, welche mit den Herausforderungen unserer Zeit überfordert sind. Grundsätze meiner bedürfnis- und bindungsorientierten Begleitung von Kindern: Jeder Mensch tut, zu jeder Zeit, in jeder Situation, sein allerbestes. Jedes Kind ist einzigartig. Jede Situation ist einzigartig. Eltern sind Experten für ihre Kinder und möchten lernen sie zu verstehen. Eltern möchten gute Eltern sein. Immer. Eltern möchten ihren eigenen Weg als Familie finden. Eltern tragen die Antworten auf ihre Fragen in sich. Gehirnentwicklung eines Kindes von 0-18 Jahren: ab 24 Monate: Altruismus (ich helfe dir, auch wenn ich nichts davon habe) ab 36 Monate: Weitreichender Altruismus (ich helfe dir, auch wenn ich meine Belohnung schon habe) ab 4 Jahre: analytisch denken (echt und unecht unterscheiden) ab 6 Jahre: Empathie (oh, wenn ich Georg haue, tut es ihm weh) ab 6 Jahre +: Impulsunterdrückung (ich bin sauer, aber ich haue Georg nicht) ab 6 Jahre +: Theory of Mind (ich glaube, das hat Liam gar nicht mit Absicht gemacht, also warum sollte ich ihn hauen) ab ca. 10 Jahre: kulturelle vorgaben, logisches Denken (in unserer Kultur gilt das und das, also unterdrücke ich den Impuls, dann können wir weiterspielen) und konstruktive Reaktion auch unter Stress ab 16 Jahren: Stressaktion ohne Agression (muss gelernt sein!) Der natürliche Mensch/das natürliche Kind - erstrebt keine bewusste Manipulation durch Wüten, Schreien, Toben bis ins Schulalter. Wir beweisen unsere Verlässlichkeit, wenn wir „immer springen“. Reagieren wir empathisch, zeigen wir unserem Kind: „Ich bin gut so wie ich bin“. - zeigt Emotionen ungefiltert. - braucht immer und immer wieder Erklärungen. Es ist unmöglich zB zu verstehen, dass dem anderen Kind Schmerzen zugefügt werden wenn es haut. Sind wir uns folgendem bewusst: Mama/Papa/Oma/Opa.../Bezugsperson, „ich brauche deine Hilfe, ich kann es nicht begreifen. Mein präfontaler Kortex (der Verstand) ist dazu (noch) nicht in der Lage. Ein Kind nicht zu schimpfen kann die Welt verändern. Du möchtest mehr darüber erfahren? - Komm in meinen Online Workshop "Kinder verstehen".

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